Veranstaltungsarchiv
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Regina Nössler - Auf engstem Raum
Der Schreibwarenladen Wuttke ist klein, eng, altmodisch, vollgestopft bis unter die Decke. Schon als Marie ihren Aushilfsjob beim Ehepaar Wuttke antritt fragt sie sich, wie lange sie es wohl dort aushalten wird. Auf wenigen Quadratmetern sind Verkäuferinnen und Chefs einander ausgeliefert. Die Geschäfte laufen schlechter, dafür wachsen die Konflikte. Immer öfter entladen sich die unterschwelligen Spannungen.
Erzählt aus verschiedenen Perspektiven entwickelt sich der Thriller zu einem dichten Kammerspiel. Zwei Angestellte, die sich hassen, ein Chef der den Niedergang nicht sehen will und eine Kundin, für die das Betreten des Ladens zur täglichen Mutprobe wird. In der Enge des Ladens wird die Stimmung immer bedrohlicher. Ein Toter vor der Ladentür ist da nur der Anfang...
Beginn 19:30, Eintritt 3 - 5 Euro
Florian Scheibe - Weiße Stunde
Der Sizilienaufenthalt eines deutschen Paares nimmt eine bizarre Wendung, als die Frau bei einem Tagesausflug in einem verlassenen Haus spurlos verschwindet.
Der Mann reagiert seltsam: Anstatt ihrem Verbleib nachzugehen, fährt er in die gemeinsame Wohnung zurück, hängt seinen Gefühlen und Erinnerungen nach, lauscht den Geräuschen der Stadt und kommt das erste Mal seit Monaten mit der Arbeit an seinem Roman voran.
Seine liebste Arbeitszeit ist die „Weiße Stunde“, wenn alles menschenleer und still in der Mittagshitze liegt. Je länger er jedoch untätig bleibt, ihr Verschwinden aufzuklären, desto mehr verstrickt er sich in ein Geflecht aus Lügen und Selbstbetrug und gerät schließlich unter Mordverdacht.
Beginn 19:30, Eintritt 3 - 5 Euro
KinderKiezBuch

In den vergangenen Monaten haben Kinder hier aus Neukölln Bücher selbst
gemacht. Sie schrieben Geschichten, zeichneten Illustrationen. Aus den daraus entstandenen Drücken wurden Bücher gemacht. In ihnen erzählen die Kinder von wilden Igeln in der Stadt, vom Dönermeister Mohammed, von Prinzessinnen und Zauberei.
In manchen Geschichten erfahren wir auch etwas über die Geschichte von Neukölln: woher stammt der Name? Woher kommen die Namen der Flussstrassen? Und die Kinder sagen uns ihre Meinung zum Leben in ihrem Kiez: „Ich wünsche mir mehr Schmetterlinge im Viertel!“; „Bitte kein Müll auf die Straße werfen!“...
Koordiniert und begleitet hat die Arbeiten Hartmut Lettow (TORTUGA PRESSE). Das Projekt wird vom Quartiersmanagement Reuterplatz gefördert.
Beginn 18.00 Uhr, Eintritt frei
Joanna Bator - Sandberg

Dominika ist eine Außenseiterin. In der Klasse fühlt sie sich zu den Mitschülern hingezogen, die anders sind: zu Dimitri, dem Sohn griechischer Exilanten, und zu Malgosia, ihrer lesbischen Freundin.
Das Leben im »Sandberg«, der heruntergekommenen Plattenbausiedlung am Rande einer westpolnischen Kleinstadt, ödet sie an: der Dreck, der Suff; ihre Mutter, die von einem Schwiegersohn aus Castrop-Rauxel träumt; die von Kirche und Konsumwahn manipulierten Nachbarsfrauen. Was geht sie das an? Wie kommt sie überhaupt hierher? Geliebt fühlt sich Dominika nur von ihren Großmüttern – Halina, die im »Deutschenhaus« in der Altstadt wohnt, und Zofia, die sich 1943 das Leben nehmen wollte.
Eines Tages, als sie bei Zofia im Garten unter dem Walnußbaum sitzt, taucht ein Historiker aus Kalifornien auf, der die Spur eines jüdischen Freundes verfolgt und wie beiläufig ins Gespinst der Lebenslügen hineinsticht, aus dem Dominika sich befreien will.
Joanna Bator ist eine tolle neue polnische Autorin, moderiert wird der Abend von der Übersetzerin des Buches, Esther Kinsky.
Beginn 19:30, Eintritt 5 Euro
Adventsparcours - Kinderlesung mit Sebastian Meschenmoser
Herr Eichhorn ist dieses Jahr wild entschlossen, nicht einzuschlafen, bevor die erste Schneeflocke vom Himmel gefallen ist. Denn er will unbedingt einmal selbst erleben, wie wunderschön der Winter ist. Aber der Winter lässt sich Zeit …
Das Warten auf etwas, das man nicht kennt, ist jedoch eine recht mühsame Angelegenheit. Was Herr Eichhorn und seine Freunde erleben, bevor sie endlich die erste Schneeflocke gefunden haben, erzählt Sebastian Meschenmoser in unvergleichlicher Weise und zeigt dazu die Original-Zeichungen seines wunderbaren Buches.
Beginn 15 Uhr, Eintritt für Erwachsene 3 - 5 Euro
Buchvorstellung - Die Dynamik des Tötens
Ein neuer Titel in der berühmten "schwarzen Reihe" des Fischer Verlags über die Zeit des Nationalsozialismus.
Vor dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion lebten im ukrainischen Berditschew (Berdychiv), einem legendären Zentrum jüdischen Lebens, rund 25000 Juden. Vier Monate später waren mindestens 18 000 von ihnen tot – erschossen von deutschen SS-Männern und Polizisten.
Die Autorin Michaela Christ, Forscherin am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, zeichnet in ihrem Buch detaillert den Prozess der Gewalt nach, seinen Beginn, den Ablauf und seine Folgen.
Beginn 19:30, Eintritt 3 - 5 Euro
Thilo Bock - Senatsreserve

Berlin, 1989, Reinickendorf, Märkisches Viertel. Karsten Grube ist 20 Jahre alt, in die Mutter seiner Freundin verliebt und seit kurzem Praktikant des abgerissenen Lokalreporters Martin Horn, der im Alleingang ein Anzeigenblättchen für das Märkische Viertel erstellt.
Gelangweilt von ihrem journalistischen Alltag stoßen die beiden auf den skandalträchtigen Fall des von den Bewohnern der Trabantensiedlung so sehnsüchtig erwarteten Ausbaus der U-Bahnlinie 8. Bei ihren Recherchen geraten Horn und Grube in das zwielichte Herz der Halbstadt. Dabei verheddern sie sich in einem Netz aus Versuchung und Verbrechen. Der Ausweg und die Lösung des Falls könnten tief unter der Erde liegen - im geheimen Bergwerk von Westberlin.
Thilo Bock wurde 1973 in Berlin geboren und lebt dort bis heute. Zwischendurch hat er studiert und über Hugo Ball promoviert. Er liest und singt regelmäßig auf Berliner Lesebühnen und verwandten Veranstaltungen.
Beginn 19:30, Eintritt 5,- Euro
Klaus Bittermann - Möbel zuhause aber kein Geld für Alkohol
Schon seit langem beobachtet der Autor und Verleger Klaus Bittermann das Leben im Gräfekiez in Berlin Kreuzberg, in dem er seit 30 Jahren wohnt.
Jugendliche Hosteltouristen stapeln sich und verstopfen die Wege, Mütter bahnen sich eine Schneise mit extrabreiten Kinderwägen. Die Admiralbrücke ist der Treffpunkt um sich auf das Pflaster zu legen, Bier zu trinken und Pizza zu essen, während 60-jährige Omas die Flaschen wegräumen.
Klaus Bittermann guckt und hört sich das alles an. In seinen kleinen Alltagsminiaturen geht es um die Gentrifizierung, die gerade stattfindet aber nicht so recht gelingen will. Denn die Sonderlinge, die Penner, die Alkoholiker, die Renitenten halten sich hartnäckig.
Beginn 19:30, Eintritt 3 - 5 Euro
Nacht und Nebel Vorlesenacht
Zum zweiten Mal nach der erfolgreichen ersten Vorlesenacht im letzten Jahr: findet bei uns eure Lieblingsbücher und lest daraus vor oder hört einfach zu, wie andere dies tun. Rezitative, musikalische Untermalungen, voller Körpereinsatz - alles ist willkommen.
Damit die Stimme nicht trocken wird gibt es auch was zu trinken und wenn mal niemand liest Musik.
Beginn 19 Uhr
Martin Spieß - Weiter Weg
Alles endet irgendwann. Die Kindheit. Das Studium. Die vermeintlich große Liebe. Und das Leben. Mal ist es ein weiter Weg bis dahin, mal endet er schon nach nur wenigen Schritten. Mal ist das Ende herbeigesehnt, mal kommt es plötzlich und ist unausweichlich.Martin Spieß sucht in seinen Kurzgeschichten nach den Enden: Den Tod, das Sterben von Liebe, den Schmerz. Und den Neuanfang. Denn auch die Trauer hat ein Ende, hoffentlich.
Martin Spieß, geboren 1981, ist freier Autor und Musiker. Er lebt und arbeitet in Berlin und im Wendland.
Beginn 20.00 Uhr, Eintritt 3 - 5 Euro
Flussgeschichten
Zurücklehnen und Zuhören!
Ein Abend mit schönen Texten und schöner Musik.
Mareike Hein liest Geschichten von Ian McEwan, Paulo Coelho und Peter Stamm. Begleitet wird sie von Florian Hein auf dem Cello.
Beginn 19:30, Eintritt 5,- Euro
Antje Wagner "Schattengesicht" und "Unland"

Antje Wagner liest aus ihrem Thriller "Schattengesicht" (Quer Verlag) und ihrem Jugendbuch "Unland" (Bloomsbury)
Schattengesicht
Milana und Polly sind untergetaucht und leben in einem leerstehenden Haus. Die beiden haben keine Heizung, keinen Strom. Wenn sie das Haus verlassen, durchqueren sie ein postapokalyptisches Brachland mitten in einer Großstadt. Milana verdient den Lebensunterhalt für Polly und sich an einem Arbeitsplatz, an dem niemand dich fragt, wer du bist und woher du kommst. Polly wird auf einem Fahndungplakat gesucht. Vor dieser Stadt gab es eine andere Stadt und immer wenn Milana glaubt, dass jemand Polly erkennen könnte, brechen die beiden sofort in die nächste Stadt auf. "Und wenn wenn man alle Kräfte dafür verbraucht, Menschen nicht auf sich aufmerksam zu machen, durch ihre Wahrnehmung hindurchzugleiten wie Luft durch ein Gazefenster, beginnt man eines Tages, an der eigenen Existenz zu zweifeln.
In drei Schritten führt Antje Wagner ihre Leser in Milanas Verangenheit. Über ein Jahr sind die beiden Frauen nun auf der Flucht, vor fünf Jahren hatten sie auf ein Haus in Schweden aufgepasst und vor einem Jahrzehnt war Milana noch ein unbezähmbares Kind, das erst lernen musste, sich zu wehren. Liegt in Milanas Kindheit der Schlüssel zu den rätselhaften Vorgängen der Gegenwart?
Unland
Die vierzehnjährige Franka muss von Berlin nach Waldburgen ziehen, in ein Elbdorf mitten in Sachsen-Anhalt. Sie ist der »Neuzugang« im Haus Eulenruh, einem Wohnprojekt für sieben Kinder und Jugendliche. Doch irgendetwas stimmt nicht in dem Ort. Wieso schweigen die Erwachsenen so beharrlich, wenn man sie auf das verlassene Dorf Unland, diese Ruinenlandschaft am Waldrand, anspricht?Als plötzlich ein Junge aus dem Haus Eulenruh verdächtigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben, gründet Franka eine Bande. Während die »Eulen« versuchen herauszufinden, wer hinter der Verleumdung steckt, stoßen sie auf ein viel größeres und unheimlicheres Geheimnis.
Antje Wagner ist in Wartburg an der Elbe aufgewachsen und studierte deutsche und amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften in Potsdam und Manchester. Später arbeitete sie als Kellnerin und Sprecherin. Seit 2001 arbeitet sie als freie Autorin, schreibt Romane und Erzählungen für Erwachsene und Jugendliche und übersetzt auch aus dem Englischen. Sie lebt in Potsdam. Ihr Roman "Unland" wurde mit dem verdi-Literaturpreis ausgezeichnet und stand auf diversen Empfehlungslisten für Jugendliteratur.
Beginn 19.30 Uhr, Eintritt 3 - 5,- Euro
48 Stunden Neukölln
Wir haben natürlich das ganze Wochenende für euch geöffnet und am Samstag gibts draußen vor der Tür einen kleinen Lesemarathon..
Es lesen (in dieser Reihenfolge)
Fredéric Valin - Randgruppenmitglied
Katja Schmitz-Dräger - Das perfekte Leben
Inger Maria Mahlke - Silberfischchen
Katrin Heinau - Hochstaplerroman
Sascha Stanicic - Anti-Sarrazin
Juliane Beer - Arbeit kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen
Los geht es ab cirka 16.30 Uhr, vorgesehen ist ein halbstunden Rhythmus und sonst gibts natürlich tolle Bücher, Nüsschen und Bier.
Katrin Heinau - Hochstaplerroman
Fred Schiller, ein Held am unteren Ende der sozialen Leiter, kündigt seine Hartz IV Karriere und versucht das Leben auf der Straße. Es verschlägt ihn aufs märkische Land, er verliebt sich, bricht in ein Sommerhaus ein. Als er das Kind der Besitzer vorm Ertrinken im Dorfteich rettet, müssen diese sich mit dem Eindringling arrangieren.
Fred gibt vor zu sein, was er nicht ist und ergreift seine Chance: Statt seines "Freundes" wird er in New York von reichen Sammlern unterstüzt und kommt bei einem bedeutenden Galeristen unter Vertrag. Nun muss er Hochstapeln und erfindet aus Not und Spielerinstinkt ein gigantisches Werk...
Katrin Heinaus neuer Roman führt an den Rand der Gesellschaft bis zum Irrwitz des Kunstbusinesses. Witzig und bissig fasst sie dabei ihre Beobachtungen zu Politik, Arbeitswelt und Staat mit präzisem Ton in bitterböse Wahrheiten.
Beginn: 19.30, Eintritt frei
Das perfekte Leben
Wir sind die Generation mit den vielen Möglichkeiten, mit dem Selbstverwirklichungsimperativ, den Magisterstudiengängen und der latent drohenden Arbeitslosigkeit. Die erste, bei der Aids Bestandteil der Sexualaufklärung war; die letzte, dien den Ausbildungsplatz nicht per Internetrecherche suchte. Längst haben wir ein ehemannunabhängiges Einkommen, längst brauchen wir keinen Trauschein mehr, um eine Familie zu gründen!
Fünf Frauen, dreiunddreißig Fragen: Die Autorin Katja Schmitz-Dräger und ihre Freundinnen holen zum Rundumschlag aus. Subjektiv, ehrlich und hintergründig diskutieren die Freundinnen eine ganze Bandbreite von Themen die sie bewegen: Von Gehaltsverhandlungen in Zeiten des Berufsanfängertums bis zum Liebesleben in Langzeitbeziehungen, von schwindenden Sicherheiten bis zu den alternden Eltern.
Beginn 19:30, Eintritt 3 - 5 Euro
Brehms Tierland

Aus dem Expeditionsbuch des Tierforschers Edmund Alfred Brehm
Der geniale Tierforscher Edmund Alfred Brehm ist stinksauer auf die zoologische Akademie. Die hohen Herren haben es gewagt, die Finanzierung seiner Expedition nach Tierland abzulehnen, mit der lächerlichen Begründung, es existiere gar nicht. Dabei ist Tierland eine noch unbekannte Insel, auf der Tiere leben, die noch nie ein Mensch gesehen hat.
Aber Brehm ist im Besitz einer Karte von Tierland, die ihm ein betrunkener Matrose verkauft hat. So heuert er auf eigene Faust eine Expeditionsmannschaft an und landet bei Kapitän Pamphile, dem größten Piraten seiner Zeit, der eine Ladung Kaninchen nach Australien bringen soll.
Was Brehm dann auf Tierland entdeckt, schildert er in seinem Expeditionsbuch. Er stößt auf die unglaublichsten Tiere, über die er Steckbriefe anfertigt. Doch die Insel birgt nicht nur fremde Tiere, phantastische Abenteuer und einen bedrohlichen Feind, sondern auch eine sonderbare Liebe...
Zu dem Text von Kai Splittgerber hat Dorothea Huber detaillierte Illustrationen gefertigt, die schon vor der Lesung als Mikroausstellung in der Buchkönigin zu sehen sein werden.
Beginn: 19:30, Eintritt 5 Euro
Herr Brehm hat auch eine Facebookseite: www.facebook.com/profile.php
Marion Tauschwitz - Hilde Domin
Dass ich sein kann, wie ich bin
Ziehende Landschaft
Man muß weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bleibe die Wurzel im Boden
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Ihr Leben beschreibt Hilde Domin (1909 - 2006) später als »Sprachodyssee«,eine Wanderung von einer Sprache in die andere. Die deutsche Dichterin mit jüdischen Wurzeln geht 1932 ins Exil, zunächst nach Italien, von dort über Frankreich und Großbritannien in die Dominikanische Republik. Nach 22 Jahren kehrt sie nach Deutschland zurück, schon als Dichterin. Bis zu ihrem Tod wird sie mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt, ihre Gedichte werden in 22 Sprachen übersetzt.
Marion Tauschwitz war von 2001 bis zu deren Tod die engste Vertraute, Freundin und Mitarbeiterin der Dichterin Hilde Domin. Sie liest aus ihrer umfassenden Biographie, die nun in einer neuen Bearbeitung vorliegt.
Beginn: 19:30, Eintritt 5 Euro
Frühlingserwachen Neukölln
Die Königinnen laden zur Audienz und gewähren Wünsche
Am Sonntag nach dem Auftrieb (Kunstparade vom Kottbusser Tor bis zum Weichselplatz ab 13 Uhr) laden die Buchköniginnen zur Wunscherfüllung auf dem Thron: Wir tragen historische Kostüme und gewähren unserer Kundschaft eine Audienz. Wünsche nehmen wir entgegen und erfüllen sie nach Möglichkeit!
Von 15 - 18 Uhr
Infos unter: www.kunstreuter.de
Helmut Höge - Pollerforschung

Seit über drei Jahren dokumentiert Helmut Höge in seinem Blog "Hier spricht der Aushilfshausmeister" die Ergebnisse seiner nunmehr seit 20 Jahren betriebenen stadtsoziolgischen Untersuchung, der Pollerforschung.
20 Jahre Expeditionen in den Alltag: Architekten, die in Berlin für Poller arbeiten, in Amsterdam aber zur selben Zeit ein Entpollerungsprogramm fahren. Couragierte Einzelsubjekte, die Poller nächtens entfernen und in den Landwehrkanal werfen, »drop sculptures« versus Vandalismus...
Wer etwa denkt, Poller seien klassifikatorisch schlichter als etwa Insekten, wird hier eines Besseren belehrt. Zwar gibt es den "Wellmann-Standardpoller" etwa so häufig wie Tauben in den Städten, aber die „Kreuzberger Penisse“, wie sie auch genannt werden, sind bei näherem Hinsehen doch nur banaler Alltag.
Höge hat näher hingesehen und allein in Berlin 600 verschiedene Typen ausgemacht. Speedbreaker, Pilonen, Blumenkübel und selbstgebastelte Hausmeisterpoller nicht zu vergessen.
Seine jahrzehntelangen Forschungen liegen nun gesammelt zur gefälligen Kenntnisnahme durch ein Publikum vor, das nach der Lektüre nie wieder so naiv vor einen Poller rennen wird wie zuvor.
Helmut Höge ist Journalist und Schriftsteller, bekannt als Redakteur der taz. Er lebt in Berlin.
Beginn 19:30, Eintritt 3 - 5 Euro
Poesiefrühling in Neukölln
Die Buchkönigin macht mit beim Neuköllner Poesiefrühling und beschriften unsere Fensterscheibe mit Gedichten. Alle sind eingeladen sich an der Aktion zu beteiligen - schreibt mit Fingerfarbe eure Lieblingszeilen auf unser Schaufenster.
Infos zum Poesiefrühling findet Ihr unter: www.poem-space.com
Vom 7 - 21 März
